Gedanken - Rückblick III - "Lebensphilosophie" - 02.07.2008

"Rückblick III - "Lebensphilosophie" - 02.07.2008


Man kann sich das Leben als einen langen Weg vorstellen, an dessen Ende ein Tor hoch gen Himmel ragt, und sich jedem Geschöpf in den Weg stellt, das diesen Punkt erreicht. Jeder Mensch trifft im Laufe seines Lebens mindestens einmal auf dieses Tor, ganz gleich in welchem Lebensabschnitt er sich auch befindet. Jeder sieht sich mit seinem Schicksal konfrontiert, sieht all seine Fehler, seine Leiden, seinen Frust. Nun ist der Weg versperrt, es geht nicht weiter, so machen sich die meisten wieder auf den Rückweg. Fast alle wiegen sich in Sicherheit, sehen sich als kompletten Menschen, so stark glaubend, dass Leben verstanden zu haben. So bleibt alles beim alten, ein neuer Tag folgt einem vergangenen, die Fehler werden sich gleichen, dass Leid wird das selbe sein, bis zum Ende ihrer Tage.

Eines Tages stand auch Ich vor diesem Tor. Ebenfalls wie alle anderen, ging ich zurück, nicht ahnend was mich am nächsten Tage erwarten sollte. Wo mich nun ein Gefühl von Zufriedenheit heimsuchen sollte, erschlich sich mir eine seelische Übelkeit, dessen Ursprung mir zum damaligen Zeitpunkt noch nicht klar war. Ich vergrub dieses Gefühl tief in mir, und nahm es mit, wohin ich auch ging. Letztendlich lies sich dieses nicht mehr einsperren, und schrie mehr und mehr nach Luft, bis es schließlich die totale Kontrolle über meine Sinne ergriff. So raffte ich mich auf, um erneut zu jenem Tor zu pilgern, welches mich einst mit diesen Zweifeln alleine lies.

So stand ich wieder dort, um eine erhoffte Antwort auf diese Qualen zu bekommen, die mich nicht mehr los ließen. So bündelte ich all meine Gefühle, legte sowohl körperliche als auch seelische Kraft gegen das Tor, und schob es auf. Sofort bemächtigte sich eine höher geartete Macht meinem Körper, und entriss ihm meine Seele, die es nun mit den Geheimnissen jenseits des Tores aufnahm, während mein Körper zurückblieb. Dort öffnete sich mir eine nur schwer zu durchdringende Sumpf Landschaft, auf dessen Boden hier und da eine Blume zu sehen war. In diesem Moment ergriff mich ein Gefühl von Freiheit, ein Stück Erlösung, dass ich mir so erhofft hatte. Nun wusste ich, dass im Moment des betretens in die andere Welt, mein Körper zurück zu Boden viel, während meine Seele weiter flog, um sich den Gefahren des wahren Lebens zu stellen.

Während dessen irrt mein Klrper ziellos durch deren Welt, ständig auf der Suche nach Fantasie, nach Atmosphäre, nach Geborgenheit, nach Nostalgie, nach Melancholie, nach all jenen Gefühlen, die meinen Geist mit meiner Seele vereinen. Wenn dies geschieht, verlebe ich viele glückliche Momente. Wenn die Seele wieder weiter zieht, erfahre ich auch die Faszination, die durch ihre Abenteuer entstehen.

Dieses Tor bildet den Scheideweg zwischen einer einfachen Existenz, und dem wahren Leben. Gehst du zurück, so wie es die meisten tun, brauchst du dich kaum zu fürchten, du existierst in einer riesengroßen Luftblase, die dir jegliches Ringen nach Sauerstoff abnimmt, und dich erst dann aus dieser raus lässt, bis du deine sinnlose Existenz abgibst. Das was du in deiner großen Blase als Sorgen bezeichnest, sind nichts weiter als Eigeninterpretationen belangloser Dinge, die du selbst erfindest, um die restliche Zeit deines erbärmlichen Daseins zu überstehen, in so fern dich der kleine Rest Intelligenz deiner Seele überhaupt darauf aufmerksam macht. Dass dieser allerdings den noch kleineren Rest Intelligenz deines Gehirns erreicht, ist mehr als fraglich, meist sogar völlig ausgeschlossen. Gehst du allerdings durch das Tor, gibt es keinen Weg zurück. Du musst dir darüber im klaren sein, ein Leben lang alleine zu sein, um für immer zu wandern, inmitten grauenhafter Gestalten, die dir deinen Weg stets streitig machen. Doch bei all dem übel, bei all der Traurigkeit, fühlst du dich wohl, weil du weißt das du lebst, während andere nur existieren.

Der Individualist, so wie ich einer bin, ist wohl eines der ärmsten Wesen dieses Planeten, da er ein Leben voller Zweifel wählt, und alleine gegen alle dar steht. Täglich mit Zweifeln belastet zu werden, die dir selbst meist nicht völlig klar zu sein scheinen, verlangt einiges von dir ab. Doch werde ich nie daran zerbrechen, da meine Seele in Sphären wandert, die anderen ewig verborgen bleiben wird. Diese Erkenntnis reicht aus, um sich über alles andere hinweg zu setzen, und Kraft zu sammeln für den Kampf gegen Dummheit, Ignoranz, Ungerechtigkeit und Heuchelei.
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